Gelungene Theatervorführung in der Cornelia-Funke-Schule Gemünden mit zwei Stücken
Gemünden – Viele Kinder lieben es, Theater mit Verkleiden, Schminken und in Fremde-Rollen-Schlüpfen zu spielen. Das wurde wieder einmal deutlich bei der Vorführung der beiden Arbeitsgemeinschaften der Cornelia-Funke-Schule Gemünden. Seit Beginn des Schuljahrs haben hier 29 Kinder aus den Klassen zwei bis sechs unter Leitung von Doris Hamatschek ihre Stücke einstudiert.
„Der Winter will nicht gehen“, hieß das Stück von Monika Cielinski, das thematisch auch jeden einzelnen Zuschauer in der voll besetzten Aula betraf. Denn der Herrscher der kalten Jahreszeit, der gerne „Hoheit“ genannt wurde und keinen Zweifel daran ließ, welche Monate er für die wichtigsten hielt, kündigte an, dass er zu bleiben beabsichtige – Bedenken jeder Art tat er mit „Papperlapapp“ ab. Den Kindern aus Schiffelbach gefiel das zunächst ganz gut, denn Schlittenfahren macht Spaß. Aber irgendwann hatten sie doch wieder Lust auf Fahrradfahren und Fußballspielen… Bei den Erwachsenen war die Freude an den Schneeflocken sowieso gemischt. Wer jeden Morgen sein Auto freikratzen und glatte Straßen fürchten muss, weiß wärmere Temperaturen zu schätzen. Ganz zu schweigen von den Schneeglöckchen, die sich mühsam aus dem Boden kämpfen, und von den Osterhasen, die es gar nicht lustig finden, wenn sie ihre Eier in der weißen Pracht verstecken müssen. Zum Glück gibt es aber die Sonne, die sich als Herrscherin über das Leben durchsetzt.
Dem Selbstbewusstsein des Winters tat das allerdings kaum einen Abbruch. „Ich komme wieder“, drohte er unmissverständlich. Kriminell ging es zu bei „Schuss um Mitternacht“ von Paula Daniel, dem zweiten Stück. Mittelpunkt des Geschehens ist Frau Großmann, die zwar ununterbrochen arbeitet, aber auch gnadenlos ausgenutzt wird. Alle wollen mehr Geld von ihr – seien es die Angestellten oder die verwöhnten Töchter. „Kannst du paar Mäuse locker machen?“, fragen sie frech, denn sie sind nur auf ihr eigenes Vergnügen aus. Dann kommt es mitten in der Nacht zu einem Schuss, und Frau Großmann liegt tot am Boden. Oder ist sie vielleicht aus Schreck „nur“ ohnmächtig geworden? Jetzt sind der pfiffige Kommissar und sein Assistent gefragt. Die bestellen kurzerhand alle Verdächtigen zum Verhör. War die Pistole nur ein Kinderspielzeug? Und was hat die Einbrecherin mit der ganzen Geschichte zu tun?
Am Ende tanzten jedenfalls alle vergnügt über die Bühne und freuten sich über den Beifall der Zuschauer. Zmm
Quelle: HNA vom 28.01.2025